Quasi hat geschrieben:Ja sorry das ich so dazwischen gesprungen bin.
Oh nein, Du hast mich mißverstanden!
Der Themenwechsel war mir wirklich willkommen, denn das Marron-Thema hat sich ja auch etwas verfranst. Mein "nicht angenehm" bezog sich natürlich auf die Landschaftszerstörung durch das Raffles! Genau das war zuvor das Thema.
Alles gut! Und gerne noch mehr Bilder!
Es scheint, daß es neben der Republik der Seychellen auf der Welt kein zweites Land gibt, das für sich selbst derart ausdrücklich mit besonderem Umweltschutz wirbt und in der Realität so unfaßbar dreist das absolute Gegenteil davon praktiziert.
Alter Schwede, Bilder von solcher Brandung an diesem Strand hab ich selber nicht.
Bitte nicht böse sein, wenn ich nun denke, daß die tatsächlich wie der Deckel auf den Topf in's Ertrinkungsthema gepaßt hätten... Doch ich will jetzt nicht "mein" Thema moderieren. Sowas hab ich noch nie gemacht. Aber sind die auch von 2010/11? Dann erzähl doch kurz, was Du damals erlebt hast, an der Marron. Das wäre doch interessant!
Es scheint, daß es neben der Republik der Seychellen auf der Welt kein zweites Land gibt, das für sich selbst derart ausdrücklich mit besonderem Umweltschutz wirbt und in der Realität so unfaßbar dreist das absolute Gegenteil davon praktiziert.
mr.minolta hat geschrieben:
Auf die nicht ganz ernst gemeinte Frage, ob wir denn, wenn Geld keine Rolle spielte, die Marron kaufen und abzäunen könnten, kam die Antwort ohne Zögern: "Das ist überhaupt kein Problem."
Ein siebenstelliger Betrag wäre erforderlich und man würde uns eine Bebauung untersagen. Ansonsten sei dieses Vorhaben durchaus zu verwirklichen...
Interessantes Thema, da möchte ich mich gleich mal einhaken.
Mir erzählte ein Einheimischer, dass Ausländer zwar Land auf den Seychellen erwerben können aber nicht auf Dauer, sondern nur über einen Zeitraum von 90 Jahren. Dann würde das Grundstück wieder zurück an die Seychellen, bzw. Eigentümer/dessen Nachkommen, zurückfallen. Ähnlich wie in Thailand. Ist das so?
Wir waren im Patatran untergebracht und haben dort eine ältere deutsche Dame kennengelernt (Physiotherapeutin) kennengelernt.
Sie ist mit uns zur Nase Marron und ein paar Tage später auch Patatran - Grand Anse - Petit Anse - Anse Cocos - Anne Caiman - Patatran
An der Anse Marron war es richtig gefährlich, meiner Frau hat es in nur Knöcheltiefen Wasser den Badeschuh ausgezogen, der auf nimmer Wiedersehen verschwand...
Vor allem ist es trügerisch... da kommen lange zeit kleinere Wellen und dann mal wieder richtige Brecher.
Der Rücklauf der Wellen war so stark das man quasi im Sand versunken ist.
Für ein paar gewagte Fotos hab ich mich aber trotzdem getraut...aber dann musste man auch die Beine in die Hand nehmen...
afrland hat geschrieben:Da wurden doch nicht die Warnungen entfernt, sondern die Pfeile, die den Weg zu Anse Marron zeigten?! Nicht nur ich habe angenommen (als ich drüber las), dass können nur die Touristenführer gemacht haben.
Ja, sag ich doch. Worauf willst Du hinaus?
Ich wiederholte meinen Satz, man must logischerweise annehmen, die Pfeile haben die Touristenführer entfernt. Nur sie hatten daran ein Interesse.
afrland hat geschrieben:..die Pfeile haben die Touristenführer entfernt.
Ich verstehe. Das war etwas mißverständlich.
Pfeile hin, Pfeile her, in den Jahren nach der Drahtbürsten-Initiative wurde es zunehmend schwieriger, an der Marron Fotos ohne Menschenmassen zu machen.
Anse Marron 2010:
Anse Marron 2011:
Die Wahrscheinlichkeit, am Ziel in das Rudelbumsen gleich mehrerer kommerzieller Wandergruppen zu geraten, wurde immer größer. Auch dieses Foto stammt von 2011:
Ja ja, ich weiß, man sieht es und man glaubt es kaum...
Es scheint, daß es neben der Republik der Seychellen auf der Welt kein zweites Land gibt, das für sich selbst derart ausdrücklich mit besonderem Umweltschutz wirbt und in der Realität so unfaßbar dreist das absolute Gegenteil davon praktiziert.
Aber Du brauchst Dich ja wohl auch nicht zu verstecken! Warum hast Du denn mit einem Knaller wie diesem hier so lange gewartet?
Dieses Glück hatte ich leider nie. Ich hab sie immer knapp verpaßt und mußte mir dann abends in der Pension die Schwärmereien anderer Gäste anhören: "Habt Ihr heute die Schildkröte an der Grand Anse bei der Eiablage gesehen?"...
Es scheint, daß es neben der Republik der Seychellen auf der Welt kein zweites Land gibt, das für sich selbst derart ausdrücklich mit besonderem Umweltschutz wirbt und in der Realität so unfaßbar dreist das absolute Gegenteil davon praktiziert.
mr.minolta hat geschrieben:Warum hast Du denn mit einem Knaller wie diesem hier so lange gewartet?
Ganz ehrlich? Ich hatte echt vergessen das ich davon Bilder gemacht habe.
Wir haben die Schildkröte auch nur aus relativer Entfernung vorsichtig beobachtet. Wir wollten sie ja auch nicht verschrecken, sie war fertig genug.
Und ich hatte schon öfter das Vergnügen beim Schnorcheln und beim Tauchen.
Auf die unterwasserbilder bin ich echt neidisch! Ein langer Traum von mir eine schildi so zu treffen... Vielleicht klappt es beim 5. Anlauf in 3 Wochen
Seychellen 2008( Mahe, Praslin, La Digue), 2010(Praslin, La Digue), 2011(Praslin), 2015(Praslin, La Digue), 2017(Praslin), 2021(Praslin,Mahe), 2023 Praslin & Mahe, 2024 Mahe
Weitere Inseln:Curieuse,Cousin,Aride,Sisters,Coco,St. Pierre.
mr.minolta hat geschrieben:
...
Lange darüber nachzudenken, war am nächsten Morgen aber gar nicht erlaubt. Die neunköpfige Reisegruppe schwärmte gleich nach jedem Frühstück in alle Himmelsrichtungen aus, um die Insel nach selten angebotenen Objekten, auch Nahrungsmittel genannt, abzugrasen, damit man den Tag bis zum Abendessen im Gästehaus überleben konnte.
Bizarre Erlebnisse dieser oder noch gesteigerter Qualität gab es an selber Stelle immer wieder. 2001 traf die Bedienung, auf dem sandigen Hof des Cafés wie üblich herumschlurfend, auf einen Cent-Pieds. Panik brach aus, Kollegen kamen herbei, furchtbares Gezeter und Geschrei. Zwei Frauen schlugen mit ihren Flip-Flops hysterisch auf das Tier ein, ein Mann startete den Pick-Up und fuhr erst vorwärts, dann rückwärts drüber und am Ende kam noch einer mit der Machete und zerteilte den Arthropoden mehrfach. Ein paar Tage später kamen wir wieder hier vorbei, um eines dieser Seybrews zu genießen, das auf dem Weg von der Küche bis zu unserem Tisch präzise 99% der Kohlensäure verlieren würde, aber was war das? Da lagen immer noch die Überreste des Cent-Pieds im heißen Sand des Eingangsbereiches und ich wunderte mich, daß das niemand weggeräumt hatte. Ich beugte mich herab und zwei der Stücke bewegten sich noch immer. Der Cent-Pieds, einer dieser Organismen, die die atomare Verwüstung der Erdoberfläche überleben würden. Oder auch das Star Trek-Genesis-Projekt. Als ich Jahre später ein solches Tier auf der Terrasse unseres Bungalows erlegte und die Leiche todsicher in eine leere Colaflasche eingefädelt dem Inhaber des Gästehauses überreichte, dankte er mir überschwenglich und gab auch noch einen aus.
Doch zurück in's Jahr 2001- hier war das Zerof die Alternative zur Hundertfüßer-Schlachtbank, wenn deren Küche mal wieder nicht beliefert worden war.
Ob morgens, mittags oder abends, La Passe war ein ausgestorbenes Dorf am Ende der Welt. Hier war der Hund begraben. Und der Cent-Pieds ...
Er kann es immer noch.
"Im B&M Store angekommen, fällt mir ein Stein vom Herzen: massenweise Drahtbürsten in der Auslage, nicht die beste Qualität, aber spottbillig!"
- mr.minolta -
Es scheint, daß es neben der Republik der Seychellen auf der Welt kein zweites Land gibt, das für sich selbst derart ausdrücklich mit besonderem Umweltschutz wirbt und in der Realität so unfaßbar dreist das absolute Gegenteil davon praktiziert.